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Rezepte finden, in Kochbüchern stöbern: Die Historische Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums berät

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Nach besonderen Rezepten suchen, für wissenschaftliche Arbeiten recherchieren oder in Kochbüchern stöbern – das können Interessierte mittwochs in der Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums im Westfalenpark.

Auch am Mittwoch, 29. November, 10 bis 14 Uhr widmen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Vereins proKULTUR e.V. den Anliegen der Besucher. Kochbücher, die die Bibliothek mehrfach besitzt, dürfen die Besucher gegen eine Spende an proKULTUR e.V. mitnehmen. Die Bibliothek liegt am Eingang Buschmühle. Besucher zahlen nur den Westfalenpark-Eintritt.

Das Deutsche Kochbuchmuseum ist derzeit geschlossen. Es wird mit neuer Konzeption in der Dortmunder Innenstadt wieder eröffnen.

Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums
Info-Telefon: (0231) 50-25742
nur mittwochs, 10 bis 14 Uhr
E-Mail: kochbuchmuseum@stadtdo.de
www.dortmund.de/kochbuchmuseum

Rückblick:

Im Mittelpunkt des 1988 im Dortmunder Westfalenpark eröffneten Deutschen Kochbuchmuseums stand die bekannte Kochbuchautorin Henriette Davidis (1801-1876), die von 1856 bis 1876 in Dortmund lebte. Ihre Kochbücher waren noch lange nach ihrem Tod nicht nur beliebte Rezeptsammlungen, sondern auch praktische Ratgeber für den Haushalt und orientierten sich dabei am gesellschaftlichen Leitbild der bürgerlichen Familie mit ihren geschlechtsspezifischen Regeln und Normen.

In der Dauerausstellung gaben unter dem Motto „Der Beruf der Jungfrau“ neben Kochbüchern auch Puppenküchen, Herde und weitere historische Küchengeräte Einblicke in das Leben von Mädchen und Frauen im 19. Jahrhundert. Die Themenschwerpunkte lagen auf der Entwicklung des Frauenbildes und der Veränderungen in der Küchentechnik von ca.1800 bis 1960. Mehrere Sonderausstellungen und Publikationen beleuchteten zudem weiterführende Themen wie beispielsweise die Lebenswelt von Dienstboten im 19. Jahrhundert oder zeigten auch Kurioses wie 2002 die Ausstellung „Feine Küchenschweine. 200 Küchen- und Tischgeräte in Schweinegestalt“. Das Backhaus und der Kräutergarten, angelegt nach historischen Vorbildern, rundeten die Angebote der Buschmühle zur Kulturgeschichte des Kochen, Essens und Trinkens ab.

Im Mittelpunkt der Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums steht die Literatur für Küche und Haus im 19. und 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum. Den Reichtum der circa 10.000 Titel umfassenden Bibliothek bilden Lexika, Ratgeber, Lebenshilfen, Erziehungsschriften und allgemeine praktische Kochbücher in ihrer ganzen Vielfalt.

Zudem findet man Broschüren und Schriften, die Einzelaspekte wie das Konservieren, die diätetische oder vegetarische Ernährung, Not- und Kriegskochbücher oder Tipps und Tricks für alle Fälle beinhalten. Aber auch Reprints älterer Kochbücher sowie eine kleine Sammlung handschriftlicher Rezeptsammlungen sind vorhanden.

Gleichviel, ob Sie ein Rezept suchen, ob Sie für eine wissenschaftliche Arbeit recherchieren oder nur gerne in Kochbüchern blättern, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von proKULTUR kümmern sich in der Regel mittwochs von 10 bis 14 Uhr sowie nach Voranmeldung engagiert, um das Anliegen der Besucherinnen und Besucher.