AllgemeinPolitik

Mut zur Verkehrswende beim Hoesch-Hafenbahn-Weg

Print Friendly, PDF & Email

wünscht sich die SPD im Stadtbezirk Innenstadt-Ost von der Verwaltung der Stadt Dortmund.

Vom Phoenixsee bis Scharnhorst soll der Hoesch-Hafenbahn-Weg einst eine wichtige Süd-Nord-Verbindung im Rahmen der Radverkehrsstrategien des Masterplans Mobilität werden. Nach mehrjährigem Baustopp biegt die Planung des Regionalverbands Ruhr (RVR) für den 1. Bauabschnitt vom Phoenixsee bis Körne nun auf die Zielgerade ein. In Vorbereitung der Bauphase bis Sommer 2022 präsentiert der RVR seine Planung digital im Rahmen einer Bürgerbeteiligung.

Unterbrochen wird der schnelle Weg mit dem Rad zum Arbeitsplatz nach der aktuellen Planung an der niveaugleichen Kreuzung der Straßen Im Defdahl und Am Zehnthof. Nach unseren Informationen bestehen bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Dortmund Bedenken dem querenden Radverkehr durch Vorschriftzeichen 205 – Vorfahrt zu gewähren, da der Kfz-Verkehr auf der Straße Im Defdahl damit „ausgebremst werden würde“.

„Wir halten das im Sinne der Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs für kontraproduktiv. Auch für Fußgänger, die diese neue Unterführung zur Querung der B1 nutzen, ist der Weg über die Straße Im Defdahl nicht sicher.“ berichtet Marlies Schellbach (Vorsitzende des SPD Ortsvereins Südost).

Querung Hafenbahn-Weg, Foto: SPD

Mut zur Verkehrswende erwartet Heinz-Dieter Düdder (Vorsitzender der SPD Körne) von der Verwaltung und listet die Alternativen auf. „Der Verwaltung liegt seit November 2020 ein Vorschlag aus der Bürgerschaft für eine sichere Gestaltung der Kreuzungen und Vorrang für Rad-und Fußverkehr mit funktionierenden Beispielen vor. Alternativ könnte eine Bedarfsampel (ohne Zeitverzögerung und kombiniert mit Voranforderung für Radfahrende) oder ergänzend ein Zebrastreifen (mit Mittelinsel) eingerichtet werden.“

Der SPD ist klar, dass ein anderes Mobilitätsverständnis nicht in allen Teilen der Verwaltung von jetzt auf gleich möglich ist. „Auf dem Weg zu einem Kopenhagen Westfalens sollten wir aber nicht in Schilda anfangen“. Falls die Bedenken in der Verwaltung fortbestehen, kann man sich eine Umsetzung der Maßnahmen mit Vorrang für Rad- und Fußverkehr im Rahmen eines Verkehrsversuchs mit wissenschaftlicher Begleitung und Evaluierung vorstellen.

Befassen soll sich mit dem Thema die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost am 04.05.21

Mit der aktuellen Einladung zur Bürgerbeteiligung hat der RVR seine Pläne zum 1 . Bauabschnitt für den Hoesch-Hafenbahnweg veröffentlicht.