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Investitionen in Sozialen Wohnungsbau: Stadt Dortmund ermöglicht den Bau von 128 Wohnungen in Wambel

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Die Stadt Dortmund stärkt den sozialen Wohnungsbau und sorgt für Entlastung auf dem angespannten Wohnungsmarkt: Im Bereich „Niederste Feldweg“ in Wambel sollen rund 120 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern entstehen.

„Wir nehmen als Stadt unsere soziale Verantwortung Ernst und ermöglichen die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum“, betont Planungsdezernent Ludger Wilde. Denn Dortmund ist eine wachsende Stadt. Die Bevölkerungszahl ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und liegt aktuell über 601 000 Einwohnern. Mit der damit verbundenen steigenden Nachfrage gibt es vor allem Anspannungstendenzen im Bereich von preisgünstigen Wohnungen. Um der wachsenden Nachfrage zu entsprechen, setzt die Stadt Dortmund verstärkt auf öffentlich geförderten Geschosswohnungsbau. Um schnell bauen zu können, ist es wichtig, dass auf den Flächen bereits Baurecht besteht.

Das 24 500 Quadratmeter große Grundstück im Bereich „Niederste Feldweg“ ist in Besitz der Stadt Dortmund und wird derzeit als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Längerfristige Pachtverhältnisse bestehen nicht. Das Entscheidende: „Baurecht wurde hier bereits 1998 geschaffen. Umgesetzt wurden die Planungen seinerzeit jedoch nicht“, erinnert Thomas Ellerkamp, Leiter des Fachbereichs Liegenschaften. Bei der Vergabe der Grundstücke aus dem Sondervermögen der Stadt sollen neben dem Kaufpreis insbesondere die städtebaulichen und wohnbaulichen Qualitäten stimmen. „Von den entstehenden Wohneinheiten sind ca. 70 Prozent im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau zu realisieren.“

„Wir schaffen Wohnraum, von dem mehr als 50 Prozent der Haushalte in Dortmund profitieren könnten“, sagt Ludger Wilde. Denn rechnerisch hat die Hälfte der Dortmunder einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und somit auf eine öffentlich geförderte Wohnung.

Planung von attraktiven Wohnungen
In Wambel soll entlang der Hannöverschen Straße eine im Wesentlichen dreigeschossige Wohnbebauung entstehen. „Im Bereich der Koerstraße wird die aus zwei Baukörpern bestehende Kammbebauung nach einem Entwurf von Schmitz Architekten aus Köln unterbrochen. Die Höhe variiert zwischen zwei und vier Stockwerken – die überwiegende Bebauung besteht jedoch aus drei Geschossen“, erklärt Birgit Niedergethmann, stellvertretende Bereichsleiterin im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt.

„Die Qualitäten des Entwurfes liegen insbesondere in seinem vielseitigen und differenzierten Erscheinungsbild zur Süd- aber auch zur Nordseite“, sagt Niedergethmann. Trotz der Länge der Baukörper gelingt es, die Fassade auf der Nordseite durch die Höhenstaffelung, Gebäudevor- und -rücksprünge, die verschiedenen Fensterformate und die Verwendung unterschiedlicher Materialien bzw. Farben zu gliedern und so positiv zur Adressbildung beizutragen.

Die Gebäudeform und -grundrisse sind funktional und stellen auch aus schalltechnischer Sicht eine gute Lösung dar, um ein angemessenes ruhiges Wohnen zu ermöglichen. Zusätzlich ergeben sich auf der Südseite der weitestgehend geschlossenen Bebauung lärmgeschützte Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die insgesamt etwa 120 Wohneinheiten verteilen sich auf 14 Gebäudeabschnitte, die jeweils über ein eigenes Treppenhaus erschlossen werden. Zur lärmbelasteten Nordseite sind in den Wohnungen überwiegend Nebenräume wie Badezimmer, Abstellräume und Küchen angeordnet. Aufenthaltsräume haben ihre Fensteröffnungen in Richtung Süden bzw. im Bereich der geschützt liegenden, zurückspringenden Gebäudeteile auch nach Osten und Westen.

Vorgesehen ist ein Wohnungsmix aus Zwei- bis Fünf-Raumwohnungen, der entsprechend der aktuellen Bedarfslage vom Wohnungsamt vorgegeben wurde.

Erschließung erfolgt über die Hannöversche Straße
Die Erschließung der Baukörper erfolgt ausschließlich über die Hannöversche Straße. Entsprechend sind die erforderlichen Stellplätze auf der nördlichen Gebäudeseite angeordnet. Dort sind auch die Fahrradstellplätze und Müllsammelstellen untergebracht. Auf der südlichen Gebäudeseite sind Gärten für die Erdgeschossmieter, aber auch Wohnhöfe und, angrenzend an den Niedersten Feldweg, öffentliche Freiflächen vorgesehen.

Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes
Insbesondere die Sicherung von preiswertem Wohnraum stellt eine wichtige Aufgabe der örtlichen Wohnungspolitik dar. Die Zahl der Wohnungssuchenden im Segment des öffentlich geförderten Mietwohnungsbaus hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht.

Am 31.12.2016 waren beim Amt für Wohnen und Stadterneuerung 1 609 Haushalte wohnungssuchend vorgemerkt – rund ein Viertel mehr als im Jahr 2012. Der öffentlich geförderte Mietwohnungsbestand hat sich hingegen im Vergleich zu 2015 um rund 2 000 Wohnungen reduziert. Die Entwicklung ist seit vielen Jahren rückläufig und wird sich auch zukünftig fortsetzen.

Vor dem Hintergrund steigender Angebotsmieten, abschmelzender Sozialwohnungsbestände sowie der hohen und aktuell noch wachsenden Nachfrage nach preiswertem Wohnraum ist jede neu entstehende öffentlich geförderte Wohnung wichtig und trägt zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau sowie im preiswerten Segment bei (weitere Informationen im Wohnungsmarktbericht Stadt Dortmund 2017)

Die Stadt Dortmund geht mehrere verschiedene Wege zur Schaffung von neuen Wohnungen: Neben eigenen Investitionen werden geeignete Grundstücke an Investoren mit Bauverpflichtung für den öffentlichen geförderten Wohnungsbau an den Markt gegeben.

Für das Areal in Wambel wird dem Rat der Stadt Dortmund vorgeschlagen, ein Interessenbekundungsverfahrens zum Verkauf des Grundstücks durchzuführen.

Die eingehenden Angebote werden nach finanziellen, städtebaulichen und wohnungspolitischen Kriterien geprüft und bewertet.

Es ist vorgesehen, dem Rat der Stadt Dortmund noch in diesem Jahr einen Entscheidungsvorschlag vorzulegen.