Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch: Vortrag und Lesung im Stadtarchiv

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„Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“ ist der erste große Roman in deutscher Sprache und ein Buch, in dem Westfalen eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Es geht um den Krieg und das Geld, um das Leben und Lieben, das Hauen und Stechen in einer verkehrten Welt – ein Weltbuch und Zeitbild, das auf der literarischen Klaviatur alle Register zum Klingen bringt.

Am Donnerstag, 21. März, 19 Uhr liest der Dortmunder Schauspieler Andreas Weißert im Stadtarchiv (Märkische Straße 14) aus dem Buch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Dazu gibt es einen einordnenden Vortrag von Grimmelshausen-Experte Heiner Boehnke. Der Eintritt ist frei.

Ein „Literatur- und Lebensdenkmal der seltensten Art“ nannte Thomas Mann den Roman, in dem es „bunt, wild, roh, amüsant, verliebt und verlumpt“ zugehe, „kochend von Leben, mit Tod und Teufel auf Du und Du“. Die Titelfigur und den Namen des Dichters kennt jeder – nur gelesen hat das gewaltige Buch so gut wie niemand, denn das barocke Deutsch des Autors ist uns inzwischen fast unzugänglich geworden.

Reinhard Kaiser ist das Kunststück geglückt, Rhythmus, Ton und Geist des ursprünglichen Textes, seine Tiefe und seinen übersprudelnden Witz wieder präsent werden zu lassen. Für seine Übertragung des „Simplicissimus“ in eine heute verständliche Sprache erhielt er den Grimmelshausen-Sonderpreis 2009 und den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau 2011.

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