SPD Körne diskutierte über die Kita-Situation in Dortmund

Print Friendly, PDF & Email

Die Angebotssituation in Kindertagesstätten und der Tagespflege war Thema einer öffentlichen Veranstaltung des SPD Ortsvereins Körne.

Monika Bornemann, Bereichsleiterin im Jugendamt, berichtete über die Bedarfsplanung im Stadtbezirk Innenstadt–Ost. Mit konkreten Beispielen schilderte sie die Bedarfsplanung anhand der Bevölkerungsentwicklungen unter Berücksichtigung der geplanten Neubaugebieten für den Stadtbezirk. Mit den aktuell 21 Kindertagesstätten und 11 Großpflegestellen liegt die Versorgungsquote der U3-Kinder bei 32 % und der Ü3-Kinder bei 94,4%.

In den nächsten Jahren werden weitere Einrichtungen folgen. Zum 01.08.2019 eröffnet eine dreigruppige Kita an der Kronprinzenstraße. Träger ist das SOS Kinderdorf. Ebenfalls 2019 soll die 5 gruppige katholische Kita an der Manteuffelstraße in Betrieb gehen. Für die Jahre 2020 ff sind noch eine 6 gruppige Kita der AWO am Südbahnhof Ost/Wasserturm und am Heiligen Weg/Kronprinzenstraße eine 4 gruppige Kita der Caritas geplant. Im Baugebiet Deggingstraße ist neben der jetzigen 4 gruppigen AWO Kita eine Erweiterung um 4 Gruppen geplant. In den Planungen stehen auch für die Skellstraße eine Kita mit 4 Gruppen und eine 4 gruppige Kita des TSC Eintracht. Bei Umsetzung dieser Planungen werden die Versorgungsquoten im Stadtbezirk für U3 Kinder auf 43,1 % und für Ü3 Kinder auf 98,5 % verbessert.

Die SPD Körne diskutierte über die Angebotssituation in Kindertagesstätten und in der Tagespflege.

Die SPD Körne diskutierte über die Angebotssituation in Kindertagesstätten und in der Tagespflege.

Einfacher sollen zukünftig auch die Anmeldungen für die Eltern durch das zentrale Online Anmelde-Verfahren werden. Dieses wird voraussichtlich ab 1.4.2019 online gehen. „Mit wenigen Klicks können sich die Eltern dann bei max. 6 Einrichtungen und bei sechs Trägern der Kindertagespflege anmelden“ so Frau Bornemann.

Angebotsvielfalt u.a. mit Sprachförderung, Inklusion, Bewegung, bilingualer Bildung bietet FABIDO (Familienergänzende Bildungseinrichtungen für Kinder in Dortmund) in seinen insgesamt 99 Tageseinrichtungen für Kinder und weiteren Großtagespflegestellen, Kinderstuben und über Tagespflegepersonen an. Geschäftsführer Daniel Kunstleben berichtete von der geplanten Ausweitung des betrieblichen Angebots im Rahmen des Schwerpunktes Tagespflege. Hier soll die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausgebaut werden. „Ärzte und Pflegepersonal können ja nicht währen der OP den OP-Tisch verlassen, weil sie ihr Kind abholen müssen“, erklärte er mit Blick auf die seit vielen Jahren hervorragend funktionierende Zusammenarbeit mit den städtischen Kliniken. Mit insgesamt knapp 2.100 Beschäftigen und 185 Auszubildenden und jungen Menschen im Bundesfreiwilligendienst ist FABIDO auch ein Faktor am Dortmunder Arbeitsmarkt.

Kritische Diskussionsbeiträge gab es zu dem „Gute Kita“ Programm der Bundesregierung zur Senkung der Kita-Beiträge, Verbesserung des Betreuungsschlüssels und bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Für das Programm will die Bundesregierung den Ländern insgesamt 5,5 Mrd. Euro bereitstellen – befristet bis 2022. „Statt temporärer Förderprogramme sollten gesellschaftliche Aufgaben nachhaltig angelegt und finanziert werden“ forderte Heinz-Dieter Düdder (Vorsitzender der SPD Körne). Als Finanzpolitiker im Rat der Stadt Dortmund ist er skeptisch, ob das Land die Mittel überhaupt an die Kommunen weiterleitet. „Wir tun ja schon so viel für die Kommunen“ ist nach seiner Erfahrung die Standardbegründung in Düsseldorf.

SPD Körne

Getagged mit: ,