Tagung zum Thema Drogen und Cannabis im Fritz-Henßler-Haus: Die Konsummuster haben sich verändert

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Cannabis ist nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Knapp sechs Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren und 16 Prozent der 18 bis 25Jährigen in Deutschland haben laut Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Jahr 2012 Cannabis mindestens einmal probiert.

Während es bei der Mehrzahl beim Probierkonsum bleibt, stellen die regelmäßigen und häufigen Cannabiskonsumenten die eigentliche Risikogruppe dar. 600 000 Personen in Deutschland weisen einen missbräuchlichen oder abhängigen Cannabiskonsum auf.

In der Öffentlichkeit herrscht heutzutage häufig noch ein falsches Bild der Droge Cannabis. Sie gilt bei vielen immer noch als weiche Droge, die harmlos ist. Die Droge an sich und auch Konsummuster haben sich aber verändert. Welche Risiken und gesundheitsschädigenden Wirkungen Haschisch und Marihuana haben, ist vielen nicht bekannt. Hier möchte die Veranstaltung im Fritz-Henßler-Haus (FHH) an der Geschwister-Scholl-Straße aufklären.

Nach Cannabis sind Amphetamine wie Speed, Crystal und Ecstasy die am zweithäufigsten konsumierten illegalen Drogen in Deutschland. Bezogen auf ganz Deutschland haben im Jahr 2011 rund ein Prozent der 18 bis 24Jährigen Amphetamine konsumiert.

Amphetamine und Metamphetamine machen in hohem Maße psychisch abhängig und können gravierende Auswirkungen auf die physische wie auch psychische Gesundheit haben. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass diese Drogen keine harmlosen Relaxmittel, Stimmungsaufheller oder Wachmacher sind, die unbedenklich gekifft, eingenommen oder geschnupft werden können.

Gerade wenn man viel mit Jugendlichen und jungen Menschen zu tun hat, ist es wichtig, einschätzen zu können, welche Gefahren von solchen Drogen ausgehen. Es ist gut, zu erkennen, wenn ein Jugendlicher Drogen nimmt. Es ist wichtig, Hilfeangebote und Einrichtungen zu kennen, an die man sich wenden kann, wenn jemand Drogenprobleme hat. Jugendliche sollten wissen, mit welchen rechtlichen Folgen sie rechnen müssen, wenn sie Cannabis konsumieren. Und es ist gut zu wissen, was junge Menschen stark machen kann – auch stark gegenüber Drogen.

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