Neue Ausgabe der „Heimat Dortmund“ widmet sich den Arbeitskämpfen in den Hüttenwerken

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Unter dem Titel „Alle Räder stehen still …“ erschien bereits 2014 eine Ausgabe der Zeitschrift „Heimat Dortmund“ zu Streiks und Protestaktionen in Dortmund. Nun gibt es den zweiten Teil, der sich gesondert den Arbeitskämpfen in der Eisen- und Stahlindustrie widmet. Das Heft kostet 5 Euro und wird herausgegeben vom „Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.“ unter Mitwirkung des Stadtarchivs.

Präsentation der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Heimat Dortmund“: (v. li.) Dr. Karl Lauschke (Herausgeber), Adolf Miksch (Vorsitzender des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark), Horst Delkus (Herausgeber) und Dr. Stefan Mühlhofer, Direktor des Stadtarchivs. (Foto: Arnd Lülfing/Stadt Dortmund)

Präsentation der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Heimat Dortmund“: (v. li.) Dr. Karl Lauschke (Herausgeber), Adolf Miksch (Vorsitzender des Historischen Vereins für Dortmund und die Grafschaft Mark), Horst Delkus (Herausgeber) und Dr. Stefan Mühlhofer, Direktor des Stadtarchivs. (Foto: Arnd Lülfing/Stadt Dortmund)

Gerade die Belegschaften der Dortmunder Hüttenwerke haben in der Vergangenheit zahlreiche, oft heftige Arbeitskämpfe geführt, in denen sie sich auch für den Erhalt und die Zukunft ihrer Werke eingesetzt haben. Die Arbeiter und Angestellten dieser Schlüsselbranche des wirtschaftlichen Aufstiegs wurden zu einer tragenden, hoch organisierten und selbstbewussten Säule der Gewerkschaft. Mit dem Ende der Stahlerzeugung in Dortmund ging auch die Epoche einer selbstbewussten, kämpferischen Arbeiterschaft zu Ende.

Aus dem Inhalt
Um den „Ruhreisenstreit“, den ersten großen Arbeitskampf in den Hüttenwerken 1928, geht es in zwei Beiträgen: Udo Steinmetz schreibt über die Ausprägung in Dortmund, während Hanneliese Palm, Leiterin des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitsweit, die literarische Verarbeitung dieses Ereignisses im Roman von Bruno Gluchowski beleuchtet. Historiker Peter Döring beschäftigt sich mit mir dem Kampf für die paritätische Mitbestimmung in Dortmund 1950 bis 1956. Karl Lauschke, Historiker und Vorsitzender der „Freunde des Hoesch-Museums“, schreibt über den Streik der Hoesch-Arbeiter im September 1969 und über einen Kampf um die Verkürzung der Arbeitszeit 1978/79.

Horst Delkus widmet sich einem 60-stündigen „wilden Streik“ bei Hoesch im Jahr 1973. „Hoffen, bangen und Vertröstungen“ heißt der Beitrag von Frank Bünte, ehemaliger Chefredakteur der „Westfälischen Rundschau“: Schon Anfang der 1970er Jahre wurden bei Hoesch die Weichen gegen ein neues Stahlwerk auf der Westfalenhütte gestellt.

„Heimat Dortmund“ erscheint dreimal jährlich und widmet sich lokalhistorischen Themen.

Stadtarchiv Dortmund

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